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Bewegung ist der Schlüssel zu jeder Aktivität, ohne Bewegung ist Leben schlicht unmöglich. Der Reifungsprozess des Menschen und die Entwicklung komplexerer Bewegungen sind nicht voneinander zu trennen.
Die Feldenkrais-Methode greift die Wechselwirkung von Bewegen, Empfinden, Fühlen und Denken auf, indem sie Bewegungen so anbietet, dass diese nicht als Routinen abgespult, sondern in wacher Beobachtung aller (körperlich-biomechanischen, emotionalen und sensorischen) Zusammenhänge neu gestaltet werden.
Der 1904 in Russland geborene Israeli Moshé Feldenkrais, promovierter Physiker, später Experte in Neuro- und Verhaltensphysiologie sowie Neuropsychologie, ist Urheber dieses Lern- und Entwicklungsprozesses.
Wir wissen heute, dass auch im Erwachsenenalter neue Nervenzellen gebildet, neue Nervenverbindungen geknüpft werden können. Die Fähigkeit zu lebenslangem Lernen basiert auf der enormen Plastizität des Gehirns; wird jedoch nicht angeregt durch bloßes Faktenwissen, sondern bedarf der aktiven, sinnlichen Auseinandersetzung mit der Umwelt.
Erfolgreiches Lernen lässt sich am besten bei Kindern studieren: Sie lernen weniger durch Nachahmung, als durch Problemlösung. Dabei erobern Kinder sich ein Körperwissen über physikalische Vorgänge und komplexe Zusammenhänge, das Forscher in Staunen versetzt.
Die Feldenkrais-Methode knüpft an diese Art zu lernen an, um unabhängig vom Alter, die eigenen Kompetenzen zu erweitern und in aktuellen Situationen nutzen zu können.
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